Presseartikel  Patenschaften für Kinder sind ein Erfolgmodell WAZ Fördern - Begleiten - Helfen Revierkind - Magazin 2/2015 Kinder überreichen Bild an Jugendamtsleiter Lokalkompass KiPA u. Klinik-Kinderhaus: ‘Sinne schärfen’ Lokalkompass Paten spenden Hattinger Kindern ihre Zeit WAZ Kinderpate sein: Montag ist Melisa-Tag Lokalkompass Frühstücksprojekt soll richtig(en) Appetit machen Lokalkompass Neuer Verein KiPA jetzt Projekt des Monats Juli Lokalkompass Zeit für Kinder WAZ Kontakt für die Presse KiPA Hattingen e.V., Kameradenweg 12, 45527 Hattingen Tel: 02324 30751 info@kipa-hattingen.de Paten verschenken ihre Zeit WAZ Hattingen - Beitrag vom 03.04.2016, Fabian Nitschmann Es war eine kleine Gruppe von sieben Personen rund um Thekla Bieder, die im Frühjahr 2012 einen neuen Verein aus der Taufe ge- hoben hat. „Ich stand vor dem Eintritt in den Ruhestand und wollte die Zeit nicht nur für mich gebrauchen“, sagt Bieder. Daher gründete sie mit ihren Mitstreitern den Verein KiPA – Kinderpatenschaften für Kinder aus Hattingen. Seither unterstützt der Verein benachteiligte Kinder, die eine weitere Bezugsperson zu ihren meist alleinerziehenden Eltern brauchen. „Wir verbringen Zeit mit den Kindern und unternehmen viel mit ihnen. Wir sind aber keine finanzielle Unterstützung für die Kinder und Familien“, sagt Bieder, die den Vorsitz des Vereins inne hat. „Je nach Alter sind die Paten dann Tante, Oma oder auch mal die große Schwester.“ Ein Blick auf die Zahlen zeigt, dass sich der Verein mit seinem Kon- zept in den vergangenen Jahren etabliert hat. Denn aus den sieben Mitgliedern bei der Gründung sind inzwischen 24 aktive Paten sowie drei Fördermitglieder geworden. Gemeinsam kümmern sie sich um 18 Patenkinder. „Und wir suchen noch weitere Paten“, sagt Bieder. Denn derzeit gebe es eine kleine Warteliste mit Kindern, die auf einen Paten warten. „Lieber wäre es uns natürlich, wenn wir eine Warteliste für die Paten hätten.“ Eine der Paten ist Tanja Lausberg- Gemeinsam mit ihrem Mann ist sie im Verein aktiv, alle zwei Wochen dreht sich sechs Stunden lang alles um ihre Patenkind. Sie betreuen derzeit bereits das zweite Kind, das erste ist vor kurzem nach Hessen gezogen. Die enge Bindung macht sich aber auch über die große Entfernung bemerkbar: „An Ostern wurden wir schon gefragt, wann wir mal wieder einen Platz für eine Übernachtung freihaben“, so Lausberg. Sechswöchige Schnupperzeit Damit die Patenschaften tatsächlich zu einem Erfolg werden, setzt Kipa auf eine ausgiebige Kennenlernphase. In mehreren Gesprächen sowie einer sechswöchigen Schnupperzeit können die Paten und die Kinder herausfinden, ob die Chemie zwischen ihnen stimmt. „Bisher gab es an der Stelle aber noch keine Abbrüche“, sagt Bieder, die derzeit selbst zwei Mädchen im Alter von acht und 14 Jahren betreut und sich an diesen Tagen sowohl um eine spannende Freizeitgestal- tung, als auch die Schulaufgaben kümmert. Hauptsache, dass Paten- kind steht in dieser Zeit im Mittelpunkt. „Die Kinder genießen es, wenn die Paten einfach Zeit für sie haben. Und uns Paten machen die Dinge auch Spaß“, so Bieder. Davon möchte die Vorsitzende auch weiterhin viele Ehrenamtler überzeugen. Zuletzt ist Sabine Jendro zu Jahresbeginn zu Kipa gestoßen, der Kontakt entstand über die Freiwilligenbörse. „Jetzt treffe ich mich bereits einmal wöchentlich mit meinem achtjährigen Paten- kind“, so Jendro. In den kommenden Wochen will sie ihren Partner mit in das Projekt einbinden. Sabine Jendro, Thekla Bieder und Tanja Lausberg Foto: Walter Fischer PRESSE